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Die Arbeitshilfe des KVJS zur Umsetzung des § 72 a Abs. 3 und 4 Sozialgesetzbuch VIII gibt Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der Einsichtnahme in erweiterte Führungszeugnisse bei neben- und ehrenamtlich Tätigen.

Sie enthält nach einer kurzen Hinführung zum Thema Empfehlungen zu einem Prüfschema, zur Frage der örtlichen Zuständigkeit, zum Umgang bei geplanten Übernachtungen, zur Selbstverpflichtungserklärung / Verpflichtungserklärung, zum Umgang bei Ehren-oder Nebenamtlichen mit Wohnsitz im Ausland, zum Thema der Gebührenbefreiung (Die Gebührenpflicht gilt bspw. nicht, wenn ein Führungszeugnis zur Ausübung einer ehrenamtlichen Tätigkeit benötigt wird), zum Datenschutz und der Dokumentation der Einsichtnahme. Darüber hinaus sind Mustervorlagen als Anlagen zu den Handlungsempfehlungen enthalten. Damit enthält die neue KVJS-Arbeitshilfe zahlreiche Hinweise zur praktischen Umsetzung des in § 72a Bundeskinderschutzgesetz geforderten Tätigkeitsauschluss einschlägig vorbestrafter Personen.

Die öffentlichen Träger schließen mit den freien Trägern vor Ort Vereinbarungen. Freie Träger können in die Verhandlungen ihre Sicht der Dinge einbringen und ggf. Änderungsvorschläge machen. Vereinbarungen sind das Ergebnis eines gemeinsamen Aushandlungsprozesses. Die Stärkung präventiver Maßnahmen zum effektiven Schutz von Kindern und Jugendlichen sollte Vorrang haben vor formalen Zwängen.

Zur Arbeitshilfe des KVJS hat der Landesjugendring eine Handreichung erstellt.

Download Arbeitshilfe KVJS

Download Handreichung Landesjugendring

Die Ergänzungen des § 72a hat der DBJR im Februar 2017 kommentiert, hier geht es zum Artikel.

Weitere Informationen zum Schutzauftrag und dessen Umsetzung in Baden-Württemberg findet man auch auf der Homepage des KVJS unter: http://www.kvjs.de/jugend/kinderschutz/schutzauftrag-materialpool.html.